Kulturschlachthof 

Politisches Eiscafé Vol. IV

Brennende Themen eiskalt serviert

Liebe Leute,

das Politische Eiscafé am Kulturschlachthof geht diesen Sommer in die vierte Runde! Euch erwarten spannende Vorträge, Lesungen, Podien und Diskussionen rund um das Motto „(Ohn)mächtig sein - zwischen Zweifel & Mut“ außerdem haben wir wieder eine leckere Begleitung von @handeis.

 

Ab 17 Uhr gibt Eis und Getränke

Ab 18 Uhr beginnen die Vorträge

 

Eintritt frei

 

26.5.26 | Aktiv Bleiben: Aber Wie?
Podium & Diskussion mit Personen, die auf mehrere Jahrzehnte Aktivismus zurückblicken

Los geht's am Dienstag, 26.05 mit einer Veranstaltung zum Thema „aktiv bleiben: aber wie?“
Wir wollen in den Austausch kommen mit Personen, die auf langjährigen Aktivismus zurückblicken, mit ihnen überwundene und bestehende Zweifel besprechen und gefundene Umgangsweisen teilen.


Ab 17:00 Uhr gibt’s Eiscafé
Ab 18:00 Uhr beginnt die Podiumsdiskussion

Detaillierte Infos zu dieser Veranstaltung:

Wir wollen Fragen nachgehen, wie mit dem Gefühl der eigenen politischen Ohnmacht umgegangen werden kann. Wird alles immer schlimmer oder war das schon immer ein aufkommendes Gefühl? Und was macht man mit diesem, um die eigene politische Kraft zu sammeln? Wie sind politische Aktivismus und Lohnarbeit oder Familiengründung zu vereinen? Wie wurden innerlinke Grabenkämpfe ausgefochten oder überwunden? Welche bestärkenden Perspektiven können wir heute daraus mitnehmen?


Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache stattfinden,

wenn ihr eine Übersetzung braucht, gebt uns bitte rechtzeitig bescheid, damit wir was organisieren können!

Kommt zahlreich und bringt Eislaune mit! 🍦🍧🍡

16.6.26 | Wider der Wehrpflicht
Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen verschiedener Betroffenengruppen und Widerstandsleistenden der Wiedereinführung der Wehrpflicht

Die zweite Veranstaltung der Reihe findet am Dienstag, 16.06. statt. Thema ist die Wiedereinführung der Wehrpflicht. 

Ab 17:00 Uhr gibt’s Eiscafé
Ab 18:00 Uhr beginnt die Podiumsdiskussion 

Detaillierte Infos zu dieser Veranstaltung:

Seit dem andauernden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, rücken nationale Sicherheitsbedürfnisse  vermehrt in den Fokus. Deutschland soll wieder in der Lage sein sich im Ernstfall eigenständig verteidigen zu können. Doch wer soll für diese Verteidigung sorgen und potenziell fürs sogenannte Vaterland zur Waffe greifen? Da die Bundeswehr seit Jahren über zu geringen Zuwachs und Etat klagt und die USA als einflussreichster NATO-Bündnispartner Druck ausübt, werden kurzerhand alle Bedenken bzgl. einer deutschen Aufrüstung in den Wind geschossen und erst ein massives Sondervermögen freigesetzt und anschließend auch die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt. 

In vielen gesellschaftlichen Schichten herrschen Zweifel vor und es hegt sich Widerstand. Gerade in der Schüler*innenschaft ist bereits massiver Protest entstanden. Bündnisse wurden geschmiedet, Demonstrationen und Schulstreiks auf die Beine gestellt. Auf politischer Ebene regt sich diesbezüglich allerdings leider noch recht wenig. Wie werden die Entwicklungen der letzten Jahre und Monate diesbezüglich wahrgenommen und interpretiert? Was spendet Hoffnung? Wo entstehen Zweifel? Wie geht man mit dem Gefühl von Ohnmacht um? 

Eines hat sich in der medialen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung leider weiterhin nicht geändert: In der Regel wird weniger mit sondern vermehrt über diejenigen gesprochen, die von politischen Entscheidungen am Ende betroffen sind. Das möchten wir ändern! 
Wir möchten mit Menschen ins Gespräch kommen, die auf unterschiedlichen Ebenen von einer Wiedereinführung der Wehrpflicht und den daraus entstehenden Implikationen betroffen sind. 

Wir laden euch ein bei einer Kugel Eis oder einem Eiskaffee miteinander ins Gespräch zu kommen und sich darüber auszutauschen, welche Sorgen und Ängste euch umtreiben und woraus vielleicht trotzdem Hoffnung und Kraft geschöpft werden kann.


Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache stattfinden,
wenn ihr eine Übersetzung braucht, gebt uns bitte rechtzeitig bescheid, damit wir was organisieren können!

Kommt zahlreich und bringt Eislaune mit! 🍦🍧🍡

 

14.7.26 | Zwischen Repression und Revolution
Podiumsdiskussion mit afghanischen und iranischen Positionen zu kollektiver Selbstermächtigung in feministischen Revolutionsbewegungen


Feministische Kämpfe im Afghanistan und Iran stehen heute zugleich für radikale Hoffnung und brutale Repression.
In Afghanistan erleben Frauen und Mädchen seit der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 einen systematischen Ausschluss aus dem öffentlichen Leben: Seit 1745 Tagen dürfen Mädchen keine weiterführenden Schulen besuchen, Zwangsverheiratungen und häusliche Gewalt nehmen zu. Die Bewegungsfreiheit für Frauen ist massiv eingeschränkt und es gibt eine verpflichtende Kleiderordnung. Jede Form von Protest ist unter härteste Strafen gestellt. Dazu gehört auch, öffentliche Diskussionen über Mädchenbildung zu führen. Ganze Generationen an Frauen und Mädchen sind bedroht. Trotzdem leisten afghanische Frauen weiterhin mutigen Wiederstand – in Afghanistan, im Exil und in digitalen Räumen.
Im Iran setzte die Bewegung „Jin, Jiyan, Azadî“ ein kraftvolles Zeichen des Widerstands. Ausgelöst durch den Tod von Jina Mahsa Amini im Jahr 2022, entstanden landesweite Proteste gegen patriarchale Gewalt und autoritäre Herrschaft. Der aktuelle Krieg verschärft Repression und Unsicherheit, bedroht feministische Organisierung und verdrängt ihre Agenda. Zugleich spaltet der Krieg die Opposition zwischen Exil und Inland, zwischen monarchistischen, linken, liberalen, kurdischen und feministischen Kräften.
Beide feministische Kämpfe machen sichtbar, wie eng diese mit Fragen von Freiheit, Würde und kollektiver Selbstbestimmung verbunden sind.

Wir wollen Stimmen aus beiden Kontexten zusammenbringen.
Basira Taheri erzählt von ihrer Arbeit als Schulleiterin und Lehrerin in Afghanistan. Zusätzlich leitet sie in Herat das Netzwerk der Frauenmanagerinnen und engagiert sich als Frauenrechtsaktivistin für die Rechte von Frauen. Nach der Machtübernahme gründet sie die Online-Schule Wisdom House, die sie heute von Jena aus weiter organisiert und mit der sie sich weiterhin für das Recht afghanischer Mädchen auf Bildung einsetzt.
Die in Weimar lebende Iranerin Laleh Abr erzählt von ihrem jahrelangen Kampf für die Selbstbestimmung iranischer Frauen und berichtet über den zusätzlichen Druck, den der aktuelle Krieg auf ihren Aktivismus ausübt, und darüber, wie sie die Zersplitterung wiederständischer Kräfte wahrnimmt und selbst erlebt.

Gemeinsam wollen wir über Macht- und Ohnmachtsgefühle sprechen: Woher findet man die Kraft und den Mut, unter Repression weiterzukämpfen? Was trägt in Momenten von Angst, Verlust und Erschöpfung? Und wie können wir feministische Kämpfe über Grenzen hinweg verbinden? Dabei soll es auch um die Frage gehen wie wir den Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung in Afghanistan und im Iran von hier aus weitertragen können?
Kommt vorbei auf eine Kugel Eis oder ein Eiscafé und lasst uns ins Gespräch kommen, über Sorgen und Ängste austauschen und gemeinsam Hoffnung, Solidarität und Kraft finden.

Ab 17:00 Eisverkauf
18:00 Podiumsdiskussion

Am Kulturschlachthof Jena, Fritz-Winlker-Straße 2b, 07743 Jena

  • Das Podium wird versucht auf Deutsch, Englisch und Persisch zu halten.

 

28.7.26 | "Mosaik der Resilienzen" - Lesung mit Kiana Ghaffarizad
Selbstsorge jenseits neoliberaler Selbstoptimierung Diaspora-Gespräch über Mental Health, Visionen & Widerstand

Infos folgen